Schwarze Katze

Von schwarzen Katzen und Scherben

Unglückszeichen und ihr Gegengift

Freitag, der 13. gilt vielen auf der ganzen Welt als Unglückstag. Der Aberglaube hat wohl einen christlichen Ursprung. Beim letzten Abendmahl saßen 13 Menschen am Tisch – der 13. war der Verräter Judas. Adam und Eva sollen freitags in den verbotenen Apfel gebissen haben, Jesus wurde am einem Freitag gekreuzigt. Andere Unglückszeichen und – als „Gegengift“ – Glücksbringer in einem kurzen Überblick:

Symbole, die für Pech stehen

Schwarze Katze: Kreuzt eine schwarze Katze von links den Weg, droht Ungemach. Links gilt als schlecht und schwach. Wird man von einem linken Vogel gelinkt, sollte man diese Person links liegen lassen.

Scherben: Fällt ein Spiegel in Scherben, drohen gleich sieben Jahre Unglück. Das Spiegelbild steht für die Seele des Hineinschauenden, und die braucht sieben lange Jahre, um wieder zu heilen.

Salz: Salz borgen bringt Pech, beim Verschütten droht Streit. Der Aberglaube stammt aus der Zeit, als die weißen Körnchen noch sehr kostbar waren. Der Verlust von Salz war also ein Unglück.

Spinnen: Die Krabbeltiere haben zu Unrecht einen schlechten Ruf. Das Sprichwort „Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen“ bezieht sich auf die Arbeit am Spinnrad. Wer schon morgens als Hauptarbeit spinnen musste, war arm dran, denn damit ließ sich nicht viel verdienen.

Käuzchen: Hört man einen Käuzchenruf, muss jemand sterben. Eulen galten einst als Teufelsvögel. Um Unglück vom Bauernhof abzuwehren, wurden früher Eulen an das Scheunentor genagelt.

Raben: Lassen sich Raben auf einem Hausdach nieder, wird ein Bewohner krank. Nur dreimaliges Ausspucken kann den bösen Zauber abwehren.

Leiter: Unter einer aufgestellten Leiter durchgehen, heißt das Schicksal herausfordern. Ursprung des Aberglaubens ist wohl, dass mit dem Durchschreiten die heilige Form des Dreiecks verletzt wird.

Gabel: Wer mit den Zinken seiner Gabel sein Essen umrührt, wird von Insekten gestochen. Lässt man eine Gabel fallen, wird man angebettelt oder bekommt ungebetenen Besuch – je nach Region.

Löffel: Isst man mit dem Löffel einer fremden Person, muss man schnell dreimal draufpusten, um noch Unglück abzuwenden.

Stolpern: Wer gestolpert ist, sollte ein Stück zurückgehen und die Stelle erneut überschreiten. Nur so kann das schlechte Vorzeichen aufgehoben werden.

Symbole, die für Glück stehen

Schwarze Katze: Eine schwarze Katze von rechts verheißt Glück, denn rechts ist die gute und starke Seite: Es geht mit rechten Dingen zu, man hat das Herz am rechten Fleck und ist auf dem rechten Weg.

Scherben: Scherben bringen Glück. Wird etwas mit Lärm zerdeppert, werden böse Geister vertrieben: keine Schiffstaufe ohne zerschlagene Sektflasche und keine Hochzeit ohne Polterabend.

Salz: Der Glücksbringer Salz wird als Wunsch für Wohlstand zusammen mit Brot verschenkt. Wirft man sich eine Prise Salz über die Schulter, kam man damit einen Fluch abwehren.

Spinnen: „Spinne am Abend, erquickend und labend“ bedeutete früher: Wer abends nach getaner Arbeit noch am Spinnrad etwas dazuverdienen konnte, war ein Mensch im Glück.

Schwein: Das Borstenvieh wurde vermutlich bereits vor 2000 Jahren wegen seiner Fruchtbarkeit zum positiven Symbol. Wer sprichwörtlich „Schwein“ hat, gilt auch ohne Schnitzel auf dem Tisch als Glückspilz.

Marienkäfer: Heutzutage gilt nur noch der Marienkäfer als krabbelnder Glücksbote. Ursprünglich brachte jeder Käfer Glück – wenn er denn mit der linken Hand gefangen und in der Hosentasche aufbewahrt wurde.

Schornsteinfeger: Asche vom schwarzen Mann im Gesicht soll Glück bringen. Der Aberglaube stammt aus dem Mittelalter, als Häuser häufig Feuer fingen. Der Kaminkehrer schützte so das heimische Glück.

Hufeisen: Es gilt als Abwehrmittel von Unheil. Als dauerhaftes Glückssymbol sollte es aber mit der Öffnung nach oben aufgehängt werden, denn sonst fällt dem Aberglauben zufolge das Glück heraus.

Glückspfennig: Glücksgeld ist einem alten Brauch zufolge die erste Münze, die einem jungen Erdenbürger vom Taufpaten geschenkt und sorgfältig aufgehoben wird. Daraus hat sich der Glückspfennig entwickelt. Doch nur blank poliert zieht er weiteres Geld an.

Sternschnuppen: Sterne galten einst als göttliche Lichtfunken in dunkler Nacht. Sternschnuppen waren Dochte, die Engel beim Putzen der Himmelskerzen fallen ließen. Bei ihrer Erscheinung hofft man auf göttlichen Beistand, wenn es um unerfüllte Wünsche geht.

Freitag, der 13. und auch noch Vollmond – das ist keine gute Konstellation für viele abergläubische Menschen. Die Angst vor den Auswirkungen der Zahl 13 heißt übrigens Triskaidekaphobie. Und auch alle, die bei einem von beiden Ereignissen vielleicht nur mit den Schultern zucken, regen sich vielleicht doch Bedenken: Wenn an beidem auch nur ein bisschen dran ist, ist diese Kombination dann vielleicht doch gefährlich?