Hintergrund

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"Sage sieht mit anderen Augen"

Wie Erzählungen zwischen Poesie und Geschichte hin und her pendeln

Von Wilhelm Gerntrup  „Die Sage geht mit andern Schritten und sieht mit andern Augen, als die Geschichte dies thut“, schrieben 1816 die Grimm-Brüder Jakob (1785-1863) und Wilhelm (1786-1859) bei der Vorstellung ihres ersten Sammelbandes „Deutsche Sagen“. Sie (die Sagen) beinhalteten einen „gewissen Beigeschmack des Leiblichen, oder, wenn man lieber will, des Menschlichen, wodurch sie so mächtig und ergreifend auf uns wirken“. weiterlesen


Ben Becker als Lügenbaron

Doku-Drama rund um Münchhausen

Von Heide-Marie Göbbe und Klaus Klemens „Münchhausen – die Geschichte einer Lüge“ heißt das Doku-Drama, das von der Gebrüder Beetz Filmproduktion im Auftrag des NDR in Zusammenarbeit mit Arte aufgezeichnet wurde. In diesem Feature, das einen dokumentarischen Teil von 52 Minuten enthält, begibt sich das Filmteam auf die Suche nach der wahren Geschichte des „Lügenbarons“ Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen. Da das Gutshaus in Bodenwerder nicht den Ansprüchen für historische Aufnahmen entspricht, wählte man die Marienburg in Pattensen und die Hämelschenburg als Schauplätze des Geschehens. Mittendrin: der bekannte Schauspieler Ben Becker. Für die Doku schlüpft er in die Rolle des Lügenbarons weiterlesen


Der Graf und die Wichtelfrau

Von Seitensprung und Zauberbann

Die Paschenburg ist keine Burg, Adelige gab es dort nie und trotzdem kommt ein Graf in der Sage von der „Wichtelfrau von der Paschenburg“ vor. Das klingt alles verworren, ist aber Teil einer besonderen Geschichte des Hauses ganz in der Nähe der Schaumburg. weiterlesen


Die Deutsche Märchenstraße

Wo die Sagen und Märchen an der Straße liegen

Von Dorothee Balzereit Menschen lieben Geschichten. Einen besonderen Reiz üben die geheimnisvollen Erzählungen unserer frühen Tage aus, die auch wir unseren Kindern weitererzählen. Was könnte also schöner sein, als die Kulissen der Kindheit aufzusuchen? Die Deutsche Märchenstraße macht es möglich. Seit Gründung der „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Märchenstraße“ in 1975 hat sich die Route zu einer der bekanntesten deutschen Ferienrouten entwickelt. Dem Verein gehören inzwischen mehr als 50 Orte an. weiterlesen


Die „Aschenputtel“-Erzählerin

Kasseler Grimm-Forscher lüftet literaturhistorisches Geheimnis

Ende eines literaturhistorischen Rätsels: Der Kasseler Grimm-Forscher Prof. Dr. Holger Ehrhardt hat die Frau identifiziert, die die Erzählung „Aschenputtel“ zur Märchensammlung der Brüder Grimm beigesteuert hat. Es handelt sich um eine Marburger Kleinbürgerin, die 1814 verarmt und kinderlos in einem Siechenhaus starb. Die Entdeckung eröffnet auch neue Perspektiven für die Forschung zu den Grimmschen Märchen. weiterlesen


Es waren einmal...

... zwei unzertrennliche Brüder - Auf den Spuren von Jacob und Wilhelm Grimm

Sie zählen zu den berühmtesten Deutschen, jedes Kind kennt sie. Für die meisten gehören die „Brüder Grimm“ untrennbar zusammen. Dabei waren die beiden Märchen- und Sagensammler Jacob und Wilhelm Grimm höchst unterschiedlich. Während Wilhelm sich den Märchen widmete und diese dank seiner Veränderungen zum weltweiten Erfolg wurden, verschrieb sich Jacob im Laufe der Zeit mehr und mehr der Sprachwissenschaft. weiterlesen


Frau Holle - Zwischen Sage und Märchen

Im Reich der Erdgöttin

Von Dorothee Balzereit Es ist das Märchen der Brüder Grimm, das der Welt der Mythen und Sagen wohl am nächsten kommt: Frau Holle, die in der Lage ist, es auf der Erde schneien zu lassen. Aber der Wirkungskreis der archaischen Erdgöttin, denn nichts anderes ist Frau Holle in der Mythologie, war nach Ansicht unserer Vorfahren viel größer. Je nach Jahreszeit ist ihr Platz demnach im Himmel, auf dem Berg oder unter der Erde. Bei Frau Holle ballt sich die Macht: Im Frühling ist sie für neues Leben zuständig, im Sommer für die Sicherung des  Weiterlebens und im Herbst ist sie auch noch die schwarze Göttin des Todes. weiterlesen


Gnadenlose Hexenjagd

In Rinteln wurden besonders unnachgiebige Urteile über vermeintlich gefährliche Frauen gesprochen

Von Wilhelm Gerntrup „Hexen“-Geschichten sind in vielen Volkskulturen überliefert. Dabei ging und geht es meist um mythische, mit übersinnlichen Fähigkeiten. Besonder gut kannten sich diese Zwischenwesen im Bereich Weissagung, Kräuterkunde, Wunderheilung und/oder Geburtshilfe aus. Die Bezeichnung „Hexe“ war hierzulande bis zur Einführung des Christentums unbekannt. Bei unseren heidnischen germanischen Vorfahren war von - überwiegend weiblichen - „unholden“ (nicht immer gutartigen Personen) die Rede. Die Umdeutung und Verfolgung als dämonische, gottlose Teufelskomplizinnen kam erst im Gefolge der Christianisierung in Gang. weiterlesen


Gold, Gold, Gold

… und die Menschheitsgeschichte

Von Richard Peter Das Gelbe, wie Gold im Mittelalter auch genannt wurde, hatte schon im Altertum eine große Bedeutung. Man nimmt an, dass in China lange vorher Münzen benutzt wurden, die Gold enthielten. Ab dem 13. Jahrhundert wurde auch in Deutschland, zum Beispiel in Eisenberg, in Westfalen und südlich von Kassel Bergbau betrieben, um Gold abzubauen. Besonders ergiebig war das allerdings nicht. weiterlesen


Hamelner Sagen

Vom Finkenborner Weg, dem Münster und anderen Orten

Das Geheimnisvolle bleibt, auch wenn sich manches natürlich erklären läßt In den Sagen und Märchen waltet die Volkspoesie und sucht das Geheimnisvolle undUnerklärliche zu deuten. Sie sind für uns wichtige Quellen der Volkskunst und Erzeugnisse der schöpferischen Phantasie, aus denen mancherlei Erkenntnisse und Weisheiten hervorleuchten weiterlesen


Hinter Dornen verschanzt

„Dornröschen“: Ein Pubertätsmärchen aus der Grimmschen Schatztruhe

Von Richard Peter Sie war gerade 15 Jahre alt geworden, mitten in der Pubertät also, dazu so „schön, sittsam, freundlich und verständig“ wie es heißt, „dass es jedermann liebhaben musste“: Unser Dornröschen, noch ohne Dornen und auch ohne Röschen - aber neugierig. weiterlesen


Im Märchenwald

Der einzigartige Zauber des Urwaldes Sababurg

Wald ist Wald. Oder etwa nicht? Ob dichte Buchen, seltene Eichen- oder lichtere Fichtenwälder: Den Deutschen wird von jeher eine besondere Beziehung zum Wald nachgesagt. Er gilt als Sehnsuchtsort, als Ballungsraum schwärmerischer Gefühle. weiterlesen


Kleine Geschichte des Glücksspiels

Von Pharaobank und Würfelglück in Wirtshäusern

Von Wilhelm Gerntrup Ob beim Karten- oder Würfelspiel, im Casino, beim Pferderennen, per Lottoschein oder beim (Internet-) Poker – der Wunsch, einen unverhofften Glückstreffer zu landen, gehört zu den größten und ältesten Sehnsüchten der Menschheitsgeschichte. Die Erfolgsaussichten sind bekanntlich gering. Mehr noch. Millionen von Männern, Frauen und Familien sind am unbezähmbaren Wunsch nach dem schnellen Geld zugrunde gegangen. Das hat nicht zuletzt mit der Reaktion der Obrigkeit zu tun. Nicht selten wurde versucht, der Sucht mithilfe halbherzig-widersprüchlicher Gesetze und Appelle beizukommen. weiterlesen


LARP - Kämpfen in Brokeloh

Auf's Schlachtfeld mit der Schaumstoffaxt

Von Dorothee Balzereit Das dumpfe Bomm-Bomm der Trommel begleitet die entschlossen blickenden Kämpfer auf ihrem Weg zur gläsernen Uhr. Immer länger wird der gut bewaffnete Tross, der sich auf dem schmalen Waldweg auf Rittergut Brokeloh von einer Wiese zur anderen schiebt. Keine Frage: Diese Krieger sind heiß, sie wollen endlich ihre Äxte und Schwerter aus Schaumstoff schwingen. Von den rund 9000 Teilnehmern des weltweit größten Liverollenspiels „Conquest of Mythodea“ haben sich am Donnerstagmorgen rund 1000 versammelt, um gegen das Böse zu kämpfen. weiterlesen


Spieglein, Spieglein...

Der märchenhafte Erfolgsstory von Schneewittchen und den sieben Zwergen

Von Wilhelm Gerntrup Der Wettstreit trägt skurrile Züge: Mindestens vier deutsche Gemeinden wetteifern darum, die Heimat von Schneewittchen und den sieben Zwergen zu sein. Wer das für einen bloßen Reklamegag hält, wird eines Besseren belehrt. Auch in Märchen stecke oft ein Fünkchen historischer Wahrheit, so die Befürworter. weiterlesen


Unschuldig als Hexe ertränkt

Die Sage von der Blutlinde in Frank Suchlands Version

Von Dorothee Balzereit Früher wurden sie mündlich überliefert, und als die Märchen und Sagen aufgeschrieben wurden, hatten sie bei vielen Familien ihren festen Platz im Bücherschrank. Heute muss das Genre sich zwischen vielen anderen behaupten. Da haben es vor allem die Sagen nicht ganz einfach, bei deren Weitergabe weniger auf Fantasie und Stil geachtet wurde, als auf die wahrhaftige Verortung, die handelnden Personen und das detailgetreue Geschehen. weiterlesen